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Beitrag zum Jugendfotowettbewerb von Stefan Binder

Der heutige Gastartikel stammt von Stefan Binder aus Baienfurt, einem kleinen Ort in der nähe von Ravensburg. Er ist 17 Jahre alt und noch Schüler. Mehr von Stefan findet Ihr unter www.stefan-fotografiert.de

Hallo,
ich möchte euch heute meinen Beitrag zum Jugendfotowettbewerb vorstellen und die Entstehung des Bildes Schritt für Schritt zeigen. Dieses Jahr stand der Wettbewerb unter dem Thema „Frauenfußball“ bzw. „mein Dreamteam“.

Hier einmal das fertige Bild vorab, damit ihr wisst was auf euch zukommt:

Bevor ich das Bild begann musste erst einmal passendes Rohmaterial her. Hierzu fotografierte ich eine meiner Klassenkameradinnen in ihren Trainingsklamotten. Um sie in die passende Pose zu bekommen legte sie sich mit ihrer Hüfte auf einen Stuhl wobei sie dann die Balance halten musste während sie posierte.
Ausgeleuchtet habe ich das Bild von der Spielerin mit einer Softbox die sich rechts oben neben der Kamera befand und einem weißen Durchlichtschirm von links hinter ihr um ihr ein schönes Streiflicht zu verpassen.
Das war dann das Out of Cam Bild dass ich von ihr bekam. Dieses habe ich dann ein bisschen mit dem Verflüssigenfilter verformt und die Logos von von ihren Schuhen und ihrer Jacke entfernt. Daraufhin noch mit Dodge&Burn die Lichter und Schatten im Bild betont und ein wenig entsättigt.

Soweit so gut. Jetzt musste ein passender Hintergrund für das Bild her. Ich wollte sie unbedingt in ein Fußballstadion einarbeiten, hatte aber nicht die Möglichkeit eines selbst zu fotografieren. Deshalb griff ich kurzerhand auf ein Stockfoto von einer der vielen Stockfotoseiten zurück. Dieses Stockfoto sah im Rohzustand so aus.

Leider entsprach das Foto noch nicht wirklich meinen Vorstellungen. Die Tribüne war an manchen Stellen unpassend und auch die Rasensprinkleranlage musste aus dem Bild. Die Rasenlinien passten nicht mehr zu meinem späteren Bild und die Lichtstrahlen auf der Tribüne musste ich auch entfernen. Also habe ich als allererstes mit den Stempelwerkzeugen die Photoshop bietet das Bild von allem „Unnötigen“ gesäubert. Das war was ich nach dieser Säuberung vor mir hatte.

Als nächstes wollte ich das ganze in eine Nachtaufnahme verwandeln. Das diffuse Licht auf dem Foto macht sich sehr gut dafür, da man keine Schatten von der Sonne auf dem Platz oder der Tribüne hat. Also schnitt ich den blauen Himmel aus und setzte einen Nachthimmel den ich einmal fotografiert habe ein. Desweiteren kam ein zweiter Schweinwerfer hinzu.

So war das ganze natürlich noch ein wenig unrealistisch. Schließlich konnte das Stadion ohne Beleuchtung jetzt nicht mehr so hell sein, wenn der Himmel so dunkel ist und wir Nacht haben. Das heißt wir müssen die Scheinwerfer digital „anknipsen“. Dazu habe ich eine neue Ebene angelegt auf die ich dann mit einer weißen Pinselspitze mit 0% Härte einen Punkt gemacht habe. Diesen kann man dann transformieren in der Größe bis es passt. Dieser Punkt war der Lichtschein. Außerdem habe ich noch 3 Lichtsterne in diesen Punkt gesetzt um dem ganzen mehr Realismus mitzugeben. Diese Prozedur habe ich bei beiden Scheinwerfern vorgenommen und außerdem noch rechts im Bild wo ein angedeuteter Scheinwerfer stehen soll. Mit ein paar Lichtstrahlen in die Bildmitte nimmt das ganze noch mal an Realismus zu.

Das war der Grundaufbau des Hintergrundes. Jetzt war es an der Zeit die Fußballerin einzufügen. Diese kopierte ich einfach von meiner Freigestellten PSD-Datei in diese hinein. Dann fügte ich ihr als allererstes ein wenig Bewegungsunschärfe hinzu.
Mir gefiel allerdings der Gesichtsausdruck von ihr noch nicht so recht, deshalb habe ich ihr von einem der anderen Fotos einen anderen Kopf verpasst, auf dem sie ein wenig angestrengter schaut. Mit dem neuen Formgitterwerkzeug in CS5 ist es mir sehr einfach gelungen ihren Oberkörper ein wenig nach oben zu biegen. Dazu habe ich eine Auswahl von ihrem Oberkörper erstellt und über bearbeiten->Formgitter diese nach oben gebogen. Dazu muss man ganz einfach mit der Maustaste ein paar Pins im Gitter setzen und kann die Auswahl dann fast nach belieben verbiegen.

Das Streiflicht dass der Schirm machte hatte nicht gereicht um das Bild realistisch wirken zu lassen. Schließlich kommt hier Licht von ganz vielen Seiten. Das heißt ich musste noch digital ein paar Streiflichter an ihrem Körper hinzufügen. Dazu machte ich eine Auswahl von ihr und nahm einen weichen Pinsel mit der Farbe weiß. Damit malte ich an den Stellen entlang, die später ein Streiflicht haben sollten. Den Ebenenmodus stellte ich auf „Weiches Licht“. Desweiteren habe ich noch einen Ball hinzugefügt, den ich auch von einer Stockfotoseite gekauft habe. Auf diesen Ball habe ich ein paar Glanzlichter gemalt und ihn leicht verschwimmen lassen, um Bewegungsunschärfe vorzutäuschen.

Als nächstes habe ich mit ein paar Einstellungsebenen dem Bild Kontraste hinzugefügt und den Fokus mit einer leichten Vignette mehr auf die Spielerin gelegt.
Dazu nahm ich eine Gradiationskurve die ich ein wenig nach unten gezogen habe und dann mit einem weichen Pinsel auf einer Ebenenmaske die Spielerin ausmaskierte. Mit einer zweiten s-förmigen Gradiationskurve habe ich leicht die Kontraste verstärkt. Dies habe ich mit einer Schwarz/Weiß Einstellungsebene im Modus „Weiches Licht“ bei 30% Deckkraft noch mal verstärkt.

Mein nächster Arbeitschritt war alles auf eine Ebene zusammenzufassen und darauf den „Tonal Kontrast“ Filter von Nik anzuwenden, nachdem ich auf dem Bildschirm im Hintergrund noch mein Logo eingearbeitet habe. Wer diesen nicht hat, kann das ganze aber auch auf anderem Wege erreichen. Außerdem habe ich die Sättigung des Bildes um -30 verringert.

Im nächsten Schritt habe ich die Farben im Bild mit den „Cross Processing“ Filtern von Nik in eine beige-vanille Richtung gelenkt und den Rasen der mir noch ein wenig zu fleckig war mit dem Stempelwerkzeug gesäubert. Außerdem wirkte ihre Nase aus irgendwelchen Gründen größer als sie wirklich ist. Diese habe ich mit dem Verflüssigenfilter ein wenig angepasst, so dass sie wieder stimmig wirkt.

Was mir jetzt am Bild noch missfiel waren die leeren Tribünen. Ich musste Zuschauer auf die Tribünen bekommen und das tat ich indem ich ein Foto vom letzten Ausflug ins Stadion nahm und die Zuschauer mit einer Ebenenmaske auf die Ränge brachte. Dann habe ich ebenfalls die Farben gecrosst, damit sie sich besser in das Gesamtbild einfügten.

Jetzt sind wir dem fertigen Bild schon sehr nah. Ich wollte allerdings dem Rasen noch einen schönen Helligkeitsverlauf mit auf den Weg geben. Außerdem war er mir immer noch viel zu fleckig, was ich aber mit den Stempelwerkzeugen nur noch verschlimmbessert hätte. Deshalb dunkelte ich ihn im Vordergrund ab und lies ihn nach hinten hin heller werden. Das machte ich einfach mit einer 50% Grau Ebene im Modus „Weiches Licht“ auf der ich mit dem Abwedler- und Nachbelichterwerkezeug malte. Auf einer zweiten Ebene dieser Art habe ich die hellen und dunklen Stellen im Rasen aneinander angeglichen. So habe ich den fleckigen Rasen sauber bekommen.

Mit einer Selektiven Farbkorrektur verstärkte ich das Grün im Rasen, so dass die Farbe einfach schöner zur Geltung kommt. An den Beinen und dem Rücken der Spielerin fügte ich noch so eine Art Bewegungsunschärfe zu, die ich mit dem Bewegungsunschärfefilter und dem Kunststofffolienfilter erzeugt habe. Nach diesem Schritt habe ich nocheinmal den Schein der Scheinwerfer verstärkt indem ich die vorhin genannte Methode noch einmal schwächer benutzte.

So war das Bild nun schon sehr weit fortgeschritten. Allerdings fiel mir noch eine Sache auf, die ich aufgrund gemachter Erfahrung noch ändern musste. Jedes mal wenn ich bisher mit meiner Kamera gegen eine Lichtquelle wie z.B. die Sonne fotografiert habe, entstanden sogenannte Lensflares. Diese stammen in diesem Bild also von den drei Scheinwerfern. Ich habe diese Lensflares nicht mit den Photoshopinternen Blendenflecken erstellt, sondern dafür ein extra Plugin für Photoshop verwendet. Mit zwei anschließenden Schwarz/Weißeinstellungsebenen in den Ebenenmodi Luminanz und Weiches Licht bei ca. 30% Deckkraft verstärkte ich nocheinmal die Kontraste im Bild.

Jetzt fehlen lediglich noch ein paar Schatten im Bild um es nicht so aussehen zu lassen als würde die Spielerin fliegen. Ich machte eine Auswahl von der Spielerin und füllte diese auf einer neuen Ebene mit Schwarz. Dann stellte ich den Ebenenmodus auf „Weiches Licht“ und die Deckkraft auf ~50%. Diese Ebene zeichnete ich dann mit dem „Gauschen Weichzeichner“ weich und verformte die Ebene so, dass es stimmig wirkte. Ein paar letzte kleine farbliche Feinheiten rundeten das Bild anschließend gelungen ab.

Das ganze Bild hatte am Ende mehr als 65 Ebenen.
Ich hoffe ich konnte euch hier einen kleinen spannenden Einblick geben, wie ich das Bild erstellt habe.

Der Jugendfotowettbewerb läuft noch bis zum 15. März und danach wird eine Jury entscheiden, welches Bild welchen Platz belegt. Ich hoffe sehr dass ich mit diesem Bild eine gute Platzierung belegen werde.

Noch ist die Fotografie und Bildbearbeitung lediglich ein Hobby von mir, das ich mit größter Leidenschaft betreibe. Doch später wäre es für mich das größte davon leben zu können.

Ich möchte mich hiermit bei Rene bedanken, dass er mir die Möglichkeit gab mich und mein Bild auf seinem tollen Blog zu präsentieren. Auch bei meiner Klassenkameradin möchte ich mich bedanken, dass sie sich für dieses Foto bereitgestellt hat.

Comments (2)

  1. An sich ein cooles Foto :)
    Einzig die Gesichtsfarbe ist der Hintergrundfarbe an dieser Stelle zu ähnlich, sodas es dazu neigt, miteinander zu verschmelzen…

  2. […] erste Person im Bunde ist heute Stefan Binder. Stefan hat schon einmal ein Bild von sich hier vorgestellt und schreibt heute noch ein paar Zeilen zu sich. Wenn auch du dich […]

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